Dienstag, 6. Januar 2015

TKKG, die Profis im braunen Milieu

Liebe BlogleserInnen und BücherfreundInnen,

nein, ich bin nicht tot und nein, ich habe den Blog nicht eingestellt und nein, ich habe nicht vergessen, dass ich meinen Post für gestern angekündigt habe. Ich habe es gestern schlichtweg nicht geschafft, dafür bin ich heute gaaanz früh aufgestanden, um euch noch vor der Arbeit zu schreiben.
Erst mal noch ein frohes Neujahr euch allen, ich hoffe, ihr hattet Silvester genau soviel Spaß wie ich.

Ich habe in diesem Jahreswechsel mal wieder ein bisschen was aus meiner Kindheit rausgekramt, nämlich Bücher, die sich noch im Regal meiner Mutter versteckt haben. Und beim Lesen ist mir etwas aufgefallen: Ich bin erwachsen geworden und habe Gott sei Dank die Fähigkeit des kritischen Hinterfragens erlernt. 
Ich früher leidenschaftlich gern TKKG gelesen und gehört, und wie ich das die letzten Tage wieder in geballter Ladung getan habe, ist mir aufgegangen, wie unpassend TKKG eigentlich für Kinder, die die Kunst des Reflektierens noch nicht beherrschen, ist. TKKG ist, wenn man es so sagen will, ein Medium der Erzkonservativenkreise. 

Logo der TKKg-Bande

Tarzan/Tim, Karl, Klößchen und Gabi stellen einerseits das überperfekte Kind, dar: gerechtigkeits- und tierliebend, gut in der Schule und laufen niemals Gefahr, moralisch zu straucheln. Drogen und Alkohol nein Danke! Das hat mich als etwas älteres Kind schon irgendwann gelangweilt.
Dafür ist TKKG voll von Vorurteilen gegenüber Ausländern (und die Bezeichnungen hierfür könnten aus der braunen Ecke stammen), Punkern, Rockern,..., sprich, alles, was nicht aus der deutschesten Mitte entstammt. Außerdem ist Tim/Tarzan extrem gewaltbereit und hat einen Hang zur Selbstjustiz mit den Fäusten. Aber das ist ja nicht so schlimm, er verhaut ja nur die die, die sich am Ende als die Bösen herausstellen. 
Dass die anderen drei eigentlich nur Sidekicks sind (Klößchen ist nur da, damit man über Dicke herziehen kann), macht nichts, denn Tim ist toll für drei und löst auch jeden Fall alleine. 

Prädikat: Bei ??? geht mir zwar auch manches mal auf den Keks, aber ob ich meine Kinder TKKG lesen lassen würde, na ich weiß nicht.


Wie siehts bei euch aus, von welchen Kindheitshelden habt ihr euch getrennt?

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