Montag, 16. März 2015

Protest Murr Tumult

Liebe BlogleserInnen und BücherfreundInnen,

so, die Buchmesse ist vorbei, hat ihren eigenen Besucherrekord geknackt, rund 186000 Menschen waren in den Messehallen unterwegs, und iiiiich habs tatsächlich auf eine Lesung geschafft!!!
Eigentlich hatte ich mir zwei Veranstaltungen rausgesucht: Mittwochs wollte ich zur Langen Leipziger Kriminacht und Freitags zu Steampunk trifft Pulp Crime. Leider musste ich Mittwoch spontan arbeiten, wie so oft, aber anderes Thema, und so war ich am Freitag zu Steampunk trifft Pulp Crime. 
Jetzt werden sich einige fragen: Häääh? 
Also erklären wir das Ganze von Anfang an: Steampunk ist eine Subkulturbewegung, deren Look über die Frage definiert, wie unsere Welt aussehen würde, wenn es keine Elektrizität gäbe, sondern all unsere modernen Erfindungen über Dampfmaschienen betrieben werden würden. Die Kleidung lässt sich in die viktorianische Epoche einordnen und ist von technischen Elementen, wie Schweißerbrillen, geprägt, denn in der Steampunkwelt raucht und pufft es ordentlich. Literarische Ikonen dieser Bewegung sind Beispielsweise Jules Verne und H.P. Lovecraft. Und Pulps sind im Grunde was wir im Grunde als Schundromane übersetzen würden, haben aber teilweise Klassikerstatus.
Nun zur Veranstaltung an sich. Gelesen wurde aus dem Online-Fortsetzungsroman "Steamtown". Ein herrliches Projekt, bei dem drei Autoren einen bitterbösen Krimi um Mord, Kanalisationsmonster, Wiedergänger und Dampfdruckwaffen schreiben, und uns Leser nicht nur an der Entwicklung teilhaben lassen, sondern mit einbeziehen. Wobei "gelesen" hier die Untertreibung des viktorianischen Jahrhunderts ist. Die Herren Carsten Steenbergen, seines Zeichens ein Drittel des Autorenteams, und Detlef Tams, Schauspieler und Meister der Synchronsprecherei, spielten sich die Seele aus dem Leib. Die Beiden charakterisierten zweitweise 5! Rollen plus Sprecher gleichzeitig (inklusive sehr schnellem Hutwechsel für die Veranschaulichung).

Detlef Tams (l.) als Pater Siberius Grand; Carsten Steenbergen als Chief Inspector Michal O´Donohue
Tams als Eric Van Valen; Steenbergen (mit Blümchenbadekappe)
als Mr. Ferret

Aber auch das Publikum gab an diesem Abend einfach alles, denn in bekannter Manier wurde es wieder eingespannt, um die Geräuschkulisse zu verdeutlichen. Da wurde gemurrt, mit Prostestrufen unterstützt, es war einfach ein Tumultreiches Puplikum (ich glaube man muss dagewesen sein, wenn man des letzten Satz witzig finden soll oO).
Am Ende des Abends hab ich sogar noch was gewonnen, weil ich soooo gut aufgepasst habe (*rotwerd*).
Wen das ganze jetzt wahnsinnig neugierig gemacht hat, kann sich ja hier weiterreinvertiefen, oder ab Mai 2015 den ersten Band "Die Fabrik" beim Händler des Vertrauens käuflich erwerben.

Prädikat: Stecker raus, Turbinen angeworfen und ab nach Steamtown.

1 Kommentar:

  1. Schlauer bin ich nicht wirklich ... zuviel Nebel im Kopf ;)

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