Dienstag, 1. Dezember 2015

*Hust*Räusper*Hallooooo?*

Liebe BlogleserInnen und BücherfreundInnen,

dem ein oder anderen meiner unglaublich riesigen Fangemeinde *amüsiertes Kichern meinerseits* ist eventuell aufgefallen, dass meiner letzter Post schon alt und grau ist, sprich schon eine Weile her ist. Es tut mir aufrichtig leid (wirklich, dass tut es), aber ich hatte in den letzten Monaten schlichtweg keine Zeit und Muße zum Schreiben meines Blogs, und werde es auch leider in den nächsten zwei bis drei Monaten nicht haben, denn, und das ist eigentlich ein Grund zur Freude: Ich sitze tag täglich, morgens bis abends an meiner Abschlussarbeit. Da ich aber dafür den ganzen Tag abwechselnd in meine Bücher oder auf den Monitor starre, will ich das in meiner raren Freizeit nicht auch noch tun. Ich hoffe, ihr könnt mir das nachsehen *Hundeblick*.

Aaaber jeeeetzt bin ich grade im Urlaub, den hab ich mir redlich verdient und da verlangte mein Gehirn neben dem vielen rumdösen (bei dem auch ordentlich Rum im Spiel ist), doch ein bisschen Beschäftigung. Ich hatte mir für viel Flug und viel Strand vier fette Geos mitgenommen (die wiegen mehr als anfangs bedacht), doch was find ich hier am andern Ende der Welt im Bücherregal des Hostels? Die Schatzinsel!!! Also wenn das nicht die perfekte Strandlektüre unter Palmen ist, weiß ich auch nich...
Das letzte Mal hatte ich die Schatzinsel mit Taschenlampe unter der Bettdecke gelesen, das passte auch sehr gut zu den ganzen Geheimnissen und Verschwörungen.

Also lieg ich hier am Strand, und es fällt mir gar nicht schwer, mir vorzustellen, wie Jim Hawkins und Long John Silver sich durch das feucht-warme Klima kämpfen, um Käptn Flints Schatz zu finden.

Prädikat: Spannung und Entspannung, Palmen und Piraten: Urlaub auf der Schatzinsel (auch für den schneegrauen Alltag empfehlenswert)

Donnerstag, 23. April 2015

Das Monster unterm Bett oder Unsere Lust nach Blut

Liebe BlogleserInnen und BücherfreundInnen,

juhuu, heute ist unser Feiertag, heute ist der Welttag des Buches. Und zu diesem feierlichen Anlass klemm ich mich heut nach längerer Abstinenz (sorry for that) mal wieder hinter meine Tastatur (ich brauch übrigens mal ne Neue) und haue in die Tasten, was das Zeug hält.
Nachdem ich in letzter Zeit ja nicht so viel gelesen habe, bin ich vor ein paar Wochen in Verhaltensmuster aus meiner Schulzeiten gefallen, und lese mehrere Sachen gleichzeitig. Da musst ich teilweise vier Bücher gleichzeitig lesen: Lektüren aus dem Deutsch-, Englisch-, und Französischkurs und meine eigene Auswahl, die ich nicht für den Zeitraum zur Seite legen wollte. Natürlich werde ich mit euch meinen kompletten Lesestoff in den nächsten Wochen besprechen.
Für meine heutige Renzension muss ich euch ein Geständnis machen (tief durchatmen, du schaffst das): Hallo ich bin Sarah, und ich bin Sadist. Ich stehe auf Blut und Innereien. Äääh...also bei Krimis, das sollte ich vielleicht dazusagen, wenn ich meinen Bekanntenkreis nicht auf einen Schlag dezimieren (oder unfreiwillig vergrössern) will. Ja ich liebe brutale Krimis, je grausamer und anschaulicher, desto besser. Zum Beispiel diese ganzen Pathologiereihen wie die von Kathy Reichs um die forensische Anthropologin Temperence Brennan und die dazugehörige Fernsehserie "Bones". Ich mag es einfach, unter meinen warmen Decke eingemummelt zu liegen und zu wissen, wie böse das Monster unterm Bett auch ist, es wird besiegt.
Um meinen Blutdurst zu stillen, lese ich grade den aktuellen Fall des "Monkeewrench"-Teams aus der Feder von P.J. Tracy: "Todesnähe". Der sechste Band der Buchreihe über das sehr spezielle Computerspezialistenteam, dass, nachdem ihr Computerspiel im ersten Band zu einem Serienmord inspirierte, mit den Detectives Rolseth und Magozzi immer wieder ungewöhnliche Fälle löst. Im letzten Band "Sieh mir beim Sterben zu" filmte ein Mörder seine Taten und stellte die Videos anschließend ins Internet. Im neuesten Buch geschehen mehrere Morde, die auf den Blick nicht zusammenpassen. Eine aus ihrem Reservat entführte jugendliche Indianerin, zwei somalische Terroristen, erschossen von einem todgeweihten Krebskranken auf dem Heimweg und ein Auftragsmord auf hoher See? Werden die Detectives und ihre IT-Profis die Puzzlestücke zusammenfügen können? Bestimmt, aber auf das sich ergebende Bild werden wir Leser wohl bis zur letzten Seite warten müssen. Doch das Warten hat sich bis jetzt immer gelohnt.

Prädikat: Mörderisch gute Unterhaltung für alle, denen der Tatort nicht schon zu brutal ist!
Edit: Die Auflösung erfolgte tatsächlich erst auf der allerletzten Seite!!!

Montag, 16. März 2015

Protest Murr Tumult

Liebe BlogleserInnen und BücherfreundInnen,

so, die Buchmesse ist vorbei, hat ihren eigenen Besucherrekord geknackt, rund 186000 Menschen waren in den Messehallen unterwegs, und iiiiich habs tatsächlich auf eine Lesung geschafft!!!
Eigentlich hatte ich mir zwei Veranstaltungen rausgesucht: Mittwochs wollte ich zur Langen Leipziger Kriminacht und Freitags zu Steampunk trifft Pulp Crime. Leider musste ich Mittwoch spontan arbeiten, wie so oft, aber anderes Thema, und so war ich am Freitag zu Steampunk trifft Pulp Crime. 
Jetzt werden sich einige fragen: Häääh? 
Also erklären wir das Ganze von Anfang an: Steampunk ist eine Subkulturbewegung, deren Look über die Frage definiert, wie unsere Welt aussehen würde, wenn es keine Elektrizität gäbe, sondern all unsere modernen Erfindungen über Dampfmaschienen betrieben werden würden. Die Kleidung lässt sich in die viktorianische Epoche einordnen und ist von technischen Elementen, wie Schweißerbrillen, geprägt, denn in der Steampunkwelt raucht und pufft es ordentlich. Literarische Ikonen dieser Bewegung sind Beispielsweise Jules Verne und H.P. Lovecraft. Und Pulps sind im Grunde was wir im Grunde als Schundromane übersetzen würden, haben aber teilweise Klassikerstatus.
Nun zur Veranstaltung an sich. Gelesen wurde aus dem Online-Fortsetzungsroman "Steamtown". Ein herrliches Projekt, bei dem drei Autoren einen bitterbösen Krimi um Mord, Kanalisationsmonster, Wiedergänger und Dampfdruckwaffen schreiben, und uns Leser nicht nur an der Entwicklung teilhaben lassen, sondern mit einbeziehen. Wobei "gelesen" hier die Untertreibung des viktorianischen Jahrhunderts ist. Die Herren Carsten Steenbergen, seines Zeichens ein Drittel des Autorenteams, und Detlef Tams, Schauspieler und Meister der Synchronsprecherei, spielten sich die Seele aus dem Leib. Die Beiden charakterisierten zweitweise 5! Rollen plus Sprecher gleichzeitig (inklusive sehr schnellem Hutwechsel für die Veranschaulichung).

Detlef Tams (l.) als Pater Siberius Grand; Carsten Steenbergen als Chief Inspector Michal O´Donohue
Tams als Eric Van Valen; Steenbergen (mit Blümchenbadekappe)
als Mr. Ferret

Aber auch das Publikum gab an diesem Abend einfach alles, denn in bekannter Manier wurde es wieder eingespannt, um die Geräuschkulisse zu verdeutlichen. Da wurde gemurrt, mit Prostestrufen unterstützt, es war einfach ein Tumultreiches Puplikum (ich glaube man muss dagewesen sein, wenn man des letzten Satz witzig finden soll oO).
Am Ende des Abends hab ich sogar noch was gewonnen, weil ich soooo gut aufgepasst habe (*rotwerd*).
Wen das ganze jetzt wahnsinnig neugierig gemacht hat, kann sich ja hier weiterreinvertiefen, oder ab Mai 2015 den ersten Band "Die Fabrik" beim Händler des Vertrauens käuflich erwerben.

Prädikat: Stecker raus, Turbinen angeworfen und ab nach Steamtown.

Dienstag, 3. März 2015

"Die Leipziger Buchmesse gebacken kriegen"*

Liebe BlogleserInnen und BücherfreundInnen,

ich gestehe, diese äußerst, wie ihr gleich lesen werdet, passende und somit witzige Überschrift ist nicht auf meinen Mist gewachsen, sondern aus dem aktuellen Kultur Spiegel (uuh ja, ich bin so intellektuell, ich lese Kultur Spiegel (und musste erst mal sichergehen wie man intellektuell schreibt ;-p)).
Der beschäftigt sich nämlich in dieser Ausgabe mit meinem Highlight als Leipziger Bücherwurm des ganzen Jahres: der BUCHMESSE.
Jetzt finde ich persönlich die Messe an sich gar nicht soooo spannend. Ich war 2011 schon mal da, und hatte  mir das ganze
irgendwie mit mehr Büchern vorgestellt(lacht nicht!!!), richtig reinlesen konnte man nicht. Am Tollsten fand ich die Cosplayer, die sich für die mit dranhängende Comicmesse so richtig ins Zeug legen, und natürlich mein persönliches von Joscha Sauer himself gezeichnetetes und signiertes NichtLustigBild.
Nein, ich freu mich eher auf die im Rahmen der Messe stattfindenden Lesungen überall in der Stadt. Darüber schreibe ich dann übrigens das nächste Mal.
Diiiieses Mal schreib ich über meine feierliche Einstimmung auf die Messe, inspiriert halt vom Kultur Spiegel, der einen Weg präsentiert, zwei meiner Hobbies zu kombinieren: Lesen und *trommelwirbel* Backen. Wie ihr ward nicht überrascht? Ach ja, der Titel. Aber ihr fragt euch sicher: Wie lesen und backen, aber Frederick wie soll das denn gehen, abgesehen von Backbücher lesen??? Kommt mit, kleine Piggeldys, ich zeig es euch.
Ganz einfach, ich backe Buchstaben, sprich Russisch Brot!!! Genial, oder?!?
 Selbstgebackenes Russisch Brot (verzeiht die
 Bildquali bin ja keine Foodbloggerin, ne)

Rezept also aus dem Spiegel:

4 Eiweiß, 400g Zucker, 1 Pr Salz,
1Pk Vanillezucker, 1 EL Kakaopulver,
1 EL Zuckerrübensirup, 150g Mehl, 
250 ml Wasser

Eiweiß steif schlagen, 150g Zucker, Salz, Vanillezucker reinrieseln lassen und schlagen, bis der Zucker aufgelöst ist. Kakao und Sirup einrühren und zum Schluss das Mehl gesiebt unterheben. Jetzt das ganze in eine Spritzform geben und Buchstaben malen. Das verlangt ein bisserl Übung aber man sieht (finde ich) Fortschritte vom ersten zum zweiten Blech. Das ganze kurz antrocknen lassen und dann für 10 min bei 180 Grad, blablabla.
Währenddessen, aus den restlichen 250g Zucker und dem Viertelliter Wasser Läuterzucker kochen, wenn ihr nicht eh welchen im Kühlschrank habt und die Brote direkt aus dem Ofen kommend damit bepinseln.

Prädikat: Mampf!

*Keller, Maren: Die Leipziger Buchmesse gebacken kriegen.In: Kultur Spiegel März 2015. S.9.

Montag, 9. Februar 2015

Bubbles and water - Legs up for hour

Liebe BlogleserInnen und BücherfreundInnen,

wisst ihr, was ich in einer schönen heißen Wanne noch lieber lese als ein gutes Buch? Eine schlechte Zeitschrift.
Kein Witz, wenn um mich herum die Schaumbläschen platzen, die Kerzen flackern und Wein und Schoki am Wannenrand stehen, dann amüsier ich mich am liebsten mit Jolie, Glamour und Co. Das ist wie GNTM für unterm Jahr. 

Hier entsteht im Moment ein neues Bild


Ich muss keiner Handlung folgen und prinzipiell wärs schade um die mir Schussel in die Wanne gefallene Bücher(mein "Die Vermessung der Welt" sieht aus wie tatsächlich den Amazonas rauf und runter geschwommen).
Ich kann einfach suuuper entspannen bei den NEUESTEN Trends,die jedes Jahr dasselbe sind und viel zu teuer für das Klientel, die diese Zeitschriften tatsächlich lesen, News aus Hollywood, die soviel Wahrheitsgehalt wie die Prophezeiungen von AstroTV und Sextipps, die so "gewagt" sind, dass ich gleich "Shades of Grey" lesen kann. Ach nee, bin ja keine 17 mehr ;-)
Aber mal ehrlich, wer will in der Wanne schon Abhandlungen über Quantenphysik lesen?

Prädikat: Kopf aus und nicht zu weit rausschwimmen! Entspannung volle Kraft voraus!

Montag, 19. Januar 2015

Der Detektiv in der Bibliothek

Liebe BlogleserInnen und BücherfreundInnen,

stimmt, letzte Woche habe ich nichts gepostet, und soll ich euch sagen, warum? Es gab nichts zu posten! Ich hatte keine Lust zu Lesen!!! Nichts in meinem Regal hat mich gereizt, nicht mal das bereits angefangene Buch mit der Romanze um die Völkerschlacht, über das ich im November schon geschrieben hatte.
Und damit ich endlich wieder was Neues zum Lesen(und Schreiben) habe, habe ich mir heute eine Bibkliothek in meiner Nähe rausgesucht.
Ich finde Büchereien super: Man kann reinlesen, rumschmöckern, und wenn einem das Buch am Ende doch nicht gefällt, hat man keinen Staubfänger für 25 Euro im Regal.
Manchmal finde ich in den Regalen sogar echte Schätze! In der Lesebücherei der Uni Regensburg habe ich damals eine Reihe für mich entdeckt, die mich bis zum letzten Band nicht mehr losgelassen hat:
Fandorin ermittelt von Boris Akunin.

Cover des ersten Bandes

Eine nicht ganz so klassische Detektivgeschichte über den Agenten Erast Petrovich Fandorin, der sich mit allerlei Einfall und Witz durch die Verbrecherwelt und Weltgeschichte rätselt und es dabei an die Spitze der russischen Bestsellerlisten geschafft hat. Der Sherlock Holmes Russlands, der immer wieder auf bekannte Gestalten der Kriminalgeschichte trifft.

Prädikat: Für alle Fans des pfeiferauchenden, jagdhuttragenden Detektivs ein Muss!

Dienstag, 6. Januar 2015

TKKG, die Profis im braunen Milieu

Liebe BlogleserInnen und BücherfreundInnen,

nein, ich bin nicht tot und nein, ich habe den Blog nicht eingestellt und nein, ich habe nicht vergessen, dass ich meinen Post für gestern angekündigt habe. Ich habe es gestern schlichtweg nicht geschafft, dafür bin ich heute gaaanz früh aufgestanden, um euch noch vor der Arbeit zu schreiben.
Erst mal noch ein frohes Neujahr euch allen, ich hoffe, ihr hattet Silvester genau soviel Spaß wie ich.

Ich habe in diesem Jahreswechsel mal wieder ein bisschen was aus meiner Kindheit rausgekramt, nämlich Bücher, die sich noch im Regal meiner Mutter versteckt haben. Und beim Lesen ist mir etwas aufgefallen: Ich bin erwachsen geworden und habe Gott sei Dank die Fähigkeit des kritischen Hinterfragens erlernt. 
Ich früher leidenschaftlich gern TKKG gelesen und gehört, und wie ich das die letzten Tage wieder in geballter Ladung getan habe, ist mir aufgegangen, wie unpassend TKKG eigentlich für Kinder, die die Kunst des Reflektierens noch nicht beherrschen, ist. TKKG ist, wenn man es so sagen will, ein Medium der Erzkonservativenkreise. 

Logo der TKKg-Bande

Tarzan/Tim, Karl, Klößchen und Gabi stellen einerseits das überperfekte Kind, dar: gerechtigkeits- und tierliebend, gut in der Schule und laufen niemals Gefahr, moralisch zu straucheln. Drogen und Alkohol nein Danke! Das hat mich als etwas älteres Kind schon irgendwann gelangweilt.
Dafür ist TKKG voll von Vorurteilen gegenüber Ausländern (und die Bezeichnungen hierfür könnten aus der braunen Ecke stammen), Punkern, Rockern,..., sprich, alles, was nicht aus der deutschesten Mitte entstammt. Außerdem ist Tim/Tarzan extrem gewaltbereit und hat einen Hang zur Selbstjustiz mit den Fäusten. Aber das ist ja nicht so schlimm, er verhaut ja nur die die, die sich am Ende als die Bösen herausstellen. 
Dass die anderen drei eigentlich nur Sidekicks sind (Klößchen ist nur da, damit man über Dicke herziehen kann), macht nichts, denn Tim ist toll für drei und löst auch jeden Fall alleine. 

Prädikat: Bei ??? geht mir zwar auch manches mal auf den Keks, aber ob ich meine Kinder TKKG lesen lassen würde, na ich weiß nicht.


Wie siehts bei euch aus, von welchen Kindheitshelden habt ihr euch getrennt?